Schweiz-International
Publiziert: 26.05.2014 / 10:22
Gentech-Soja: Pattsituation bei Zulassung

Drei Anträge für die Zulassung gentechnisch veränderter Sojabohnen zum Import als Futter- und Lebensmittel in die EU müssen von hochrangigen Vertretern der nationalen Landwirtschaftsministerien noch einmal überprüft werden.

Der Ständige Ausschuss für die Lebensmittelkette und Tiergesundheit (SCoFCAH) konnte in dieser Woche für keines der Dossiers eine qualifizierte Mehrheit für oder gegen die Zulassung finden. Deutschland enthielt sich bei allen Produkten.

Die Sojabohne BPS-CV127-9 von BASF ist tolerant gegenüber dem Herbizidwirkstoff Imidazolinon. Die Sojabohnen der Linien 305423 von Pioneer Hi-Breed und MON88705 von Monsanto hingegen sind nicht aus Anbaugesichtspunkten, sondern mit Blick auf die ernährungsphysiologischen Eigenschaften verändert: Sie zeichnen sich durch eine günstigere Zusammensetzung ihrer Fettsäuren aus.

Jetzt muss die Europäische Kommission den sogenannten Berufungsausschuss befragen, wie mit den Anträgen weiter verfahren werden soll. Bestätigt sich dort das Patt, erhält die Brüsseler Behörde die Entscheidungsgewalt über die Zulassungen.

AgE

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